01.09.2014

Kultur

Weltbilder

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Auslandsmagazin mit Julia-Niharika Sen

Samstag, 09.02.2013 ǀ 11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)

Spanien: Die Regierung unter Druck
Die Vorwürfe sind gravierend: Jahrelang sollen Mitglieder der spanischen konservativen Volkspartei PP Schwarzgeld erhalten haben. Und zwar in Form von Bargeldspenden, die vor allem Immobilienunternehmen auf verdeckt geführte Konten gezahlt haben. Die Firmen erhofften sich offenbar den Zuschlag bei Auftragsausschreibungen. Die Zeitung "El País" veröffentlichte handgeschriebene Zettel, auf denen unter anderen auch der Name des derzeitigen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy auftaucht. Der Politiker selbst weist alle Korruptionsvorwürfe zurück, hat im Fernsehen eine Rede gehalten. Aber die Menschen auf den Straßen Madrids sind teils verunsichert, teils empört. Denn nach dem Platzen der großen Immobilienblase in Spanien wurden vor allem in dieser Branche Tausende arbeitslos. Wie soll sich da Vertrauen in die Sparpolitik Rajoys entwickeln?
Syrien: Die Not der Flüchtlinge
Hunderttausende Syrer mussten vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat fliehen, sie finden nur notdürftig Unterkunft in den Lagern in der Grenzregion zu Jordanien oder der Türkei. Die Zelte in den Flüchtlingscamps sind nur für den Sommer gedacht gewesen, jetzt geben sie den Flüchtlingen in den eiskalten Winternächten nur wenig Schutz. Die Menschen in den Lagern sind oft traumatisiert, zum Elend kommt die Angst vor Strafen für ihre Angehörigen, die noch der Willkür des Assad-Regimes ausgesetzt sind. Die Internationalen Flüchtlingsorganisationen fühlen sich mit der Situation überfordert.
Vietnam: Zwangsverheiratung mit Chinesen
Das typische Opfer ist zwischen 13 und 20 Jahre alt. Eines Tages verschwinden sie spurlos. Sie werden verschleppt oder von den eigenen Eltern verkauft. Die jungen Frauen aus der Bergregion Nordvietnams landen meist auf der anderen Seite der Grenze - als Ehefrau für ledige Chinesen, als billige Arbeitskraft oder Prostituierte. Genaue Zahlen wie viele Frauen jedes Jahr verschwinden, gibt es nicht. Schätzungen gehen von 1000 Frauen und mehr pro Jahr aus.
Bolivien: Kinderarbeit? - Ja bitte!
Das klingt erst ziemlich verwunderlich: In Bolivien haben sich Kinder für Kinderarbeit mit einer eigenen Gewerkschaft eingesetzt. Und: Damit haben sie erreicht, dass die Verfassung geändert wurde und Kinderarbeit geduldet ist. War das das Ziel? Ja! Denn: Verboten ist nun das Ausnutzen von Kindern. In El Alto lebt die Familie Apaza, deren drei Kinder zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen. Henry, einer der Söhne, der früher auf der Straße lebte und süchtig nach Klebstoff war, hat sich für eine Kindergewerkschaft engagiert. Und die kümmert sich darum, dass die Rechte der Kinder auch eingehalten werden.
Überwachung aus dem Netz

Überwachung aus dem Netz

Das WorldWideWeb vergisst nicht. Alles was wir dort einstellen oder posten, in sozialen Netzwerken oder anderen Portalen bleibt im Netz. Wir ziehen eine breite Datenspur hinter uns her. Betrüger nutzten das, Geheimdienste forschen uns aus, aber auch Arbeitgeber durchleuchten Ihre Angestellten im Netz. Der NSA Skandal hat diese "Überwachung aus dem Netz" wieder deutlich gezeigt.

06.09.14 | ab 20:15 Uhr

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