28.08.2014

Kultur

Weltbilder

16 zu 9 FormatStereo

Auslandsmagazin mit Julia-Niharika Sen

Mittwoch, 23.01.2013 ǀ 05:30 - 06:00 Uhr (30 Min.)

  • China: Smog und seine Folgen
Die dicken Smogschwaden sind in Peking verschwunden, die Feinstaubwerte von "extrem gesundheitsgefährdend" auf nur noch "gesundheitsgefährdend" gefallen, die erste große Empörung legt sich. Aber die Diskussion über die verheerende Luftverschmutzung beginnt erst. Ungewöhnlich scharf werden die Behörden für ihren Umgang mit der Feinstaub-Katastrophe kritisiert und ganz allmählich setzt sich die Ansicht durch, dass das verschwenderische Wachstum um jeden Preis eine der wesentlichen Ursachen für den Mega-Smog ist. Selbst Chinas künftiger Regierungschef Li Keqiang fordert, dass das Wachstumsmodell geändert wird und dem Umweltschutz mehr Rechnung getragen werden muss. Schöne Worte. In den letzten Monaten hatten mehrfach aufgebrachte Bürger durch Demonstrationen umweltbelastende Projekte der Großindustrie verhindert. Auf die Einsicht der Behörden durften die Bürger Chinas bislang nicht hoffen. Nur der Druck der Straße hat etwas bewegt.
  • Mali: Flucht nach Bamako
Die Kämpfe im Norden Malis treiben die Menschen in die Flucht Richtung Süden. Die einen versuchen über die Grenze nach Burkina Faso zu kommen, andere fliehen in die malische Hauptstadt Bamako. Besonders umkämpft ist die Region um die Stadt Diabali. "Da ist es nicht auszuhalten. Es gibt nichts zu essen, die Kinder haben nichts zu essen, wir hungern", erzählt eine Frau. Von Bombardements berichten die Einwohner Diabalis, und davon, dass sie von den Islamisten schikaniert würden. "Die Islamisten haben uns weggejagt, um sich bei uns einzurichten", sagt eine andere Frau. "Sie suchen Häuser mit Toren, hinter denen sie ihre Autos verstecken können. Sie benutzen auch Bäume und Äste als Camouflage für ihre Autos." Die Afrika-Korrespondentin Shafagh Laghai berichtet aus Bamako von Flüchtlingen, denen die Islamisten die Hand abgehackt haben, aber auch von muslimischen Dorf-Vorstehern, die sich deutlich von den islamistischen Kämpfern distanzieren.
  • New York und die Diskussion um das Waffenrecht
"Wenn hier mehr Polizei patrouillieren würde, dann wäre mein Sohn wohl noch am Leben". Paulas jüngster Sohn Mad ist mitten auf der Straße im New Yorker Stadtteil Harlem erschossen worden - er war aus Versehen in eine Schießerei geraten, ein Querschläger hatte ihn erwischt. Schusswechsel sind im Norden Manhattans nichts besonderes, viele Bewohner besitzen Gewehre und Pistolen, es geht um Geld, um Drogen. In der Diskussion um die US-Waffengesetze ist der Bundesstaat NY jetzt vorweg geprescht und hat harte Maßnahmen beschlossen. Der Verkauf von Sturmgewehren wird künftig verboten. Wer schon eins hat, darf es zwar behalten, muss es aber innerhalb von zwölf Monaten registrieren lassen. Außerdem müssen Patronenkäufer eine Zulassungsprüfung durchlaufen. Die Waffengesetze allein werden allerdings die Gewalt noch nicht von der Straße verbannen - mehr Kontrolle, mehr Polizei: so lautet die Forderung vieler Bürger.
  • Spanien: Pferde als Krisenopfer
Immer wieder müssen Polizisten in Andalusien Pferde auf Straßen oder in freier Wildbahn einfangen. Die Tiere sind Opfer der wirtschaftlichen Misere Spaniens. Pferdebesitzer, die finanzielle Probleme haben, streichen als erstes die Ausgaben für die Tiere und überlassen sie ihrem Schicksal. Waren sie früher ein Statussymbol, haben sie nun in der Krise für die Tiere keine Verwendung mehr. Die einzige Rettung zurzeit: die Auffangstation Santa Maria, im Hinterland von Málaga. Der gemeinnützige Verein finanziert sich über Spenden, rund 8.000 Euro sind monatlich für Futter und Pflege der Pferde nötig. Doch die Zahl der misshandelten Pferde steigt. Eigentlich sind die Gemeinden für die Versorgung von ausgewilderten Tieren zuständig, doch die drücken sich. Die Tierschützer fordern von den Behörden mehr Unterstützung.
  • Saudi-Arabien: Frauen und Fußball
In einem Land, in dem Frauen das Autofahren untersagt ist, ist Sporttreiben im Freien für Frauen eine Besonderheit. Bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr in London hatte Saudi-Arabien erstmals zwei Sportlerinnen entsendet, eine Judoka und eine Läuferin. Nun hat der saudische König Abdullah auch politisch einen weiteren Schritt in Richtung Gleichberechtigung gewagt: Er hat Frauen in den pseudo-parlamentarischen Schura-Rat berufen, niemals vorher waren Frauen dort als Mitglieder tätig. Ob es irgendwann auch mal eine Frauenfußball-Nationalmannschaft in Riad geben wird? "Atahadi" heißt das erste weibliche Fußball-Team, gegründet von 30 Frauen. Atahadi bedeutet Herausforderung. Eine der Spielerinnen erzählt im Interview von der Herausforderung, als Frau in Saudi-Arabien Fußball zu spielen.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD:

Weitere Einrichtungen und Kooperationen:

Zum Internet-Angebot des Bayerischen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Hessischen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Mitteldeutschen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Norddeutschen Rundfunks Zum Internet-Angebot von Radio Bremen Zum Internet-Angebot vom Rundfunk Berlin-Brandenburg Zum Internet-Angebot des Saarländischen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Südwestrundfunks Zum Internet-Angebot des Westdeutschen Rundfunks Zum Internet-Angebot von ARD Digital Zum Internet-Angebot von ARTE Zum Internet-Angebot von PHOENIX Zum Internet-Angebot von 3sat Zum Internet-Angebot des Kinderkanals von ARD und ZDF Zum Internet-Angebot von Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur Zum Internet-Angebot der Deutschen Welle