29.07.2014

Kultur

Tübkes Welttheater - 25 Jahre Bauernkriegspanorama

16 zu 9 FormatStereo

Dienstag, 25.12.2012 ǀ 06:30 - 07:00 Uhr (30 Min.)

Für Publikum und Kunstkritik war ein Jahrhundertwerk geboren.
Dabei war Tübke nicht einmal erste Wahl für das wichtigste Kunstprojekt der DDR. Andere hatten vor ihm abgewunken. Zu groß war die Gefahr, mit einem 123 Meter langen und 14 Meter hohen Gemälde zum deutschen Bauernkrieg zu scheitern. Das DDR-Kulturministerium machte großen Druck, das Gebäude war im Bau, der 450. Jahrestag der Schlacht 1975 und der 500. Geburtstag Thomas Müntzers rückten näher. Der malende Rektor der Leipziger Kunsthochschule war Rettung und Fluch zugleich. Tübkes Wahlspruch war immer "l'art pour l'art", die Kunst allein um der Kunst willen. Selbstbewusst ließ er sich nur teilweise auf die Wünsche der SED-Granden ein. Ein die Bauern heroisierendes Schlachten-Panorama nach sowjetischem Vorbild und die Verklärung der "frühbürgerlichen Revolution" als Vorläufer des Sozialismus lehnte er ab. Er wollte diese Zeit darstellen mit Bezügen zur Gegenwart.
Autor Daniel Baumbach hat über 50 Stunden Archivmaterial ausgewertet, Zeitzeugen interviewt und noch nicht erzählte Geschichten gefunden. Wie die vom Preispoker Tübkes um die Vorfassung des Panoramagemäldes. Um den ausgemachten Preis auf zwei Millionen DDR-Mark zu vervierfachen, drohte er die fünf Tafeln an einen Sammler im Westen zu verkaufen. Und die Stasi war ständig um sein "Wohlergehen" besorgt.

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