28.11.2014

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Dienstag, 29.01.2013 ǀ 00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)

  • "Das Maß aller Dinge"
Mit der Verpflichtung von Josep "Pep" Guardiola als neuem Trainer ist dem FC Bayern München ein Transfer-Coup gelungen, den die gesamte Bundesliga als Aufwertung versteht - Der 41-jährige hat mit dem FC Barcelona alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, und war von vielen internationalen Top-Clubs umworben - Wie haben es die Bayern trotzdem geschafft, ihn zu verpflichten, und was zeichnet diesen Mann aus?
Es gibt fast keinen Titel im Fußball, den Josep "Pep" Guardiola nicht gewonnen hat - als Spieler genau wie als Trainer. Vier Jahre lang leitete der ehemalige Mittelfeldregisseur zuletzt die Geschicke des FC Barcelona und sammelte mit dem Team um die Ausnahmespieler Messi, Xavi und Iniesta unglaubliche 14 Titel, darunter zwei Champions-League-Trophäen und zwei Weltpokale. Es hätte wohl noch eine ganze Weile so weiter gehen können, doch im vergangenen Sommer zog Guardiola von sich aus einen Schlussstrich. Er gab seinen Posten auf und legte eine einjährige Pause ein.
Dass ein solch erfolgreicher und noch dazu ungebundener Trainer auch auf dem Wunschzettel des deutschen Rekordmeisters Bayern München landet, ist nicht verwunderlich. Dass die Bayern Guardiola in dieser Woche aber auch tatsächlich verpflichten konnten, dagegen schon. Ein Transfer-Coup, denn mit Manchester United, Manchester City, dem FC Chelsea, Paris St. Germain und dem AC Mailand war die Konkurrenz alles andere als unbedeutend. Was also gab für Guardiola den Ausschlag, zu den Bayern zu wechseln? Wie haben es die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters geschafft, den derzeit wohl begehrtesten Trainer für sich zu gewinnen?
  • Das lange Warten
Nach fast sieben Jahren beginnt am 28. Januar in Madrid der Prozess gegen den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes und seine Helfer - Das Fuentes-Netzwerk war im Zuge der "Operación Puerto" ausgehoben worden - Die spanischen Fahndungen wurden einmal der größte Dopingskandal der Sportgeschichte genannt - Anfangs galten 200 Athleten aus verschiedenen Sportarten als involviert, übrig blieben rund 60 Radprofis - Die Anklage lautet auf Gefährdung der öffentlichen Gesundheit, weil Doping in Spanien damals noch nicht als Straftat galt.
Fast sieben Jahre ist die "Operación Puerto" mittlerweile her, die Aktivitäten der spanischen Polizei gelten als bislang umfangreichste Dopingermittlungen des Sports. Anfangs galten 200 Athleten aus verschiedenen Sportarten als involviert, übrig blieben rund 60 Radprofis. Nun werden der vermeintliche Drahtzieher Eufemiano Fuentes und vier seiner Helfer vor Gericht gestellt. Immer wieder wurde der Prozess verschoben, das Verfahren eingestellt und doch wieder aufgenommen. Vor allem weil es 2006 in Spanien kein Anti-Doping-Gesetz gab und der Einsatz von verbotenen Mitteln damals noch nicht strafbar war.
Neben dem Gynäkologen Fuentes sind drei weitere Ärzte, darunter Fuentes Schwester, und zwei ehemalige Chefs von Profi-Radteams wegen der "Gefährdung der öffentlichen Gesundheit" angeklagt. Die Staatsanwaltschaft fordert jeweils zwei Jahre Haft und ein zweijähriges Berufsverbot. Frühestens im Sommer wird ein Urteil erwartet. Doch viel wichtiger als das Strafmaß ist die Beantwortung der entscheidenden Fragen: Wie viele Sportler dopte Fuentes wirklich? Und waren tatsächlich auch Fußballer, Leichtathleten und Tennisspieler darunter? Seit mehr als sechs Jahren wartet die Sportwelt nun schon auf Antworten. Doch der Prozess wird diese Antworten wahrscheinlich nicht geben können.

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