03.09.2014

Information

Schmuggelroute

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Zollalltag an der deutsch-polnischen Grenze

Sonntag, 30.12.2012 ǀ 11:00 - 11:30 Uhr (30 Min.)

Autobahn A 20, Kreuz Uckermark, Fahrtrichtung Stralsund: Bernd Mietling und Maike Klaus vom Hauptzollamt Stralsund haben einen BMW-Kombi im Visier. Die Zollbeamten wissen aus Erfahrung - dieser Wagentyp ist bei Schmugglern beliebt. Das Auto hängt tief in den Federn, scheint schwer beladen zu sein. Die Kennzeichenabfrage über das Zentralregister in Stralsund dauert nur Sekunden: Suchvermerk! Insassen und Wagen sind gründlich zu kontrollieren. Und wirklich: Zwischen zahlreichen Säcken Mörtelpulver liegt der vermutete Stoff: Kokain zur Weiterverarbeitung für den deutschen Markt, direkt aus Russland, 30 Tütchen, Gesamtwert ca. 250.000 Euro. Volltreffer!
Mecklenburg-Vorpommern ist ein reines Durchgangsland für den osteuropäischen Warenverkehr, natürlich auch für den illegalen. Die Landstraße B 109 vom deutschpolnischen Grenzübergang Linken bis zur A 20 ist Schmugglerroute, die Leute vom Hauptzollamt Stralsund leisten Schwerstarbeit in diesem Abschnitt. Transportiert wird alles, was man im Kofferraum eines Autos transportieren kann - von Waffen, Drogen, Zigaretten, bis zu teuren Autoersatzteilen. Noch mehr als der Übergang Linken gilt das südlichere Pomellen-Kolbaskowo aus Zollsicht als Brennpunkt. Denn von Berlin aus führt die A11 direkt nach Polen, die letzten 19 Kilometer bis Pomellen durch Mecklenburg Vorpommern. Diese 19 Kilometer sind die letzte Chance für die deutschen Behörden, Schmuggelgut, flüchtige Kriminelle oder nach Osteuropa verschobene Autos sicherzustellen. Doch der Fund von Bernd Mietling ist erst der Anfang. Denn aufgrund der hier gewonnenen Erkenntnisse setzt sich jetzt ein Apparat in Bewegung, an dessen Ende im Idealfall die Zerschlagung einer ganzen Organisationen steht. Verdeckte Ermittlung, Verhöre, Zivilfahndung und systematische Telefonüberwachung zeitgleich an mehreren Orten im Land sind das Handwerkszeug der Zollbehörde.
Auch Bernd Mietling schlüpft oft in Zivilkleidung, um sich an verborgenen Observationen zu beteiligen. Dazu gehören auch Hausdurchsuchungen von Verdächtigen. Nur die systematische Zusammenarbeit mit anderen Zolleinheiten führt zum Erfolg - oft erst nach wochenlanger Vorarbeit. Und es gibt auch Rückschläge: Manchmal läuft eine heiße Spur ins Leere oder die Verdächtigen bekommen Wind von der Aktion und setzen sich ab. Das ist für alle Beteiligten frustrierend - umgekehrt knallen auch mal die Sektkorken, wenn die ganze Arbeit erfolgreich war. Bernd Mietling steht dann meistens längst wieder an einer Kreuzung und beobachtet den Verkehr. Doch über den Erfolg oder Misserfolg einer Ermittlung weiß er immer genau Bescheid - selbst wenn er nicht mehr dabei war.
Überwachung aus dem Netz

Überwachung aus dem Netz

Das WorldWideWeb vergisst nicht. Alles was wir dort einstellen oder posten, in sozialen Netzwerken oder anderen Portalen, bleibt im Netz. Betrüger nutzten das, Geheimdienste forschen uns aus, aber auch Arbeitgeber durchleuchten ihre Angestellten im Netz. Der NSA-Skandal hat diese "Überwachung aus dem Netz" wieder deutlich gezeigt.

06.09.14 | ab 20:15 Uhr

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