24.10.2014

Kultur

Russland, mein Schicksal

16 zu 9 FormatStereo

(3/3) Wolgograd

Samstag, 12.01.2013 ǀ 18:00 - 18:45 Uhr (45 Min.)

Im 18. Jahrhundert wurden die südrussischen Steppengebiete Anziehungspunkt für Tausende deutscher Siedler. Sie folgten dem Manifest von Katharina der Großen, die ab 1763 Ausländer nach Russland einlud, um das Land zu besiedeln. Einer von ihnen war der 19-jährige Christian Gottlob Züge aus Thüringen. Von Lübeck aus fuhr er nach Sankt Petersburg, dann weiter bis an die südliche Wolga - eine Reise voller Abenteuer und Entbehrungen, die er akribisch dokumentierte.
Hundert Jahre danach machte sich der Schwede Robert Nobel auf zum Kaspischen Meer. Eigentlich war er auf der Suche nach zuverlässigen Holzlieferanten, aber dann entdeckte er einen neuen, viel ergiebigeren Rohstoff: Öl. In Baku kaufte er eine Handvoll Quellen und legte so den Grundstein für das Nobel'sche Ölimperium. Zusammen mit seinem Bruder Ludvig baute er ein gigantisches Unternehmen auf. In Zarizyn, wie Wolgograd damals hieß, errichteten sie das "Nobelstädtchen", eine große Ölverladestation, von der aus das schwarze Gold nach ganz Russland und ins westliche Europa transportiert wurde.

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