02.09.2014

Kultur

Parasiten - Freund und Feind

16 zu 9 FormatStereo

Aus der Reihe "W wie Wissen" - Moderation: Dennis Wilms

Sonntag, 09.12.2012 ǀ 03:05 - 03:30 Uhr (25 Min.)

  • Die Rückkehr der Bettwanzen
Eigentlich waren Bettwanzen in den Industrieländern weitgehend ausgerottet, doch jetzt kehren sie zurück. Die Regierung in den USA hat einen nationalen Wanzengipfel veranstaltet und ein Wanzenregister eingerichtet. In Nürnberg gibt es europaweit den ersten Bettwanzen-Spürhund: "Madox" kommt vor allem in Hotels zum Einsatz. Denn einer der Gründe für die neue Plage ist unsere Reisefreudigkeit - und nicht mangelnde Hygiene. Die Wanzen, ihre Eier und Larven reisen mit dem Gepäck ein. W wie Wissen stellt den vierbeinigen Kammerjäger vor, der drei Mal am Tag 15 Hotelzimmer nach Bettwanzen durchschnüffelt.
  • Parasiten als "Schädlingsbekämpfer"
Wer einmal Lebensmittel-Motten hatte, weiß, dass diese Schädlinge sich sogar durch Schraubverschlüsse zwängen können und nur schwer wieder loszuwerden sind. Die Rettung heißt: Schlupfwespen! Findet ein Weibchen das Ei einer Motte, senkt es mit dem Legebohrer ein eigenes Ei hinein. Die Larve, die daraus hervorgeht, frisst das fremde Ei leer. Am Ende verlässt ein fertiges und für die Küchenvorräte unschädliches Insekt die Hülle - bereit zu neuen Taten. Die Motten haben kaum Chancen gegen Zehntausende dieser fast unsichtbaren Parasiten, die per Post ins Haus kommen und bei getaner Arbeit quasi von selbst wieder verschwinden. W wie Wissen zeigt, wie sie den Küchen-Schädlingen den Garaus machen.
  • Viren als rettende Helfer
Das Geheimnis der Phagentherapie hört sich simpel an: Viren, die auf bestimmte Bakterien spezialisiert sind und diese dann abtöten. Die Entzündung verheilt. Sind die krank machenden Bakterien erledigt, hat auch das Virus "kein Fleisch" mehr und verschwindet. Bis in die 40er Jahre war die Antibiotika-Alternative in ganz Europa populär, heute wird sie (fast) nur noch in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion angewendet. Vor allem bei der Behandlung von Antibiotika resistenten Bakterien erzielen die dortigen Mediziner große Erfolge. W wie Wissen begleitet französische Ärzte in ein Krankenhaus nach Tiflis und zeigt, wie Viren zu rettenden Helfern werden können.
  • Toxoplasma gondii - Der Feind im Kopf
Fast jeder dritte Deutsche trägt ihn in sich: den Parasiten Toxoplasma gondii. Gesunden Menschen kann er normalerweise nichts anhaben - ganz im Gegensatz zu Nagetieren: Forscher der Universität Magdeburg haben herausgefunden, dass der Parasit Mäuse dazu bringt, ihre Angst vor Katzengeruch zu verlieren. Das nützt dem Parasiten: Sein Ziel ist die Katze - sein Hauptwirt. Ein tschechischer Forscher behauptet: Toxoplasma gondii könnte auch menschliches Verhalten manipulieren. W wie Wissen hakt nach.
Überwachung aus dem Netz

Überwachung aus dem Netz

Das WorldWideWeb vergisst nicht. Alles was wir dort einstellen oder posten, in sozialen Netzwerken oder anderen Portalen bleibt im Netz. Wir ziehen eine breite Datenspur hinter uns her. Betrüger nutzten das, Geheimdienste forschen uns aus, aber auch Arbeitgeber durchleuchten Ihre Angestellten im Netz. Der NSA Skandal hat diese "Überwachung aus dem Netz" wieder deutlich gezeigt.

06.09.14 | ab 20:15 Uhr

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