Donau-Ausbau ja oder nein? Und wenn ja, wie? Und was bringt das überhaupt? Darüber streiten nicht nur die Anwohner, darüber streitet auch die CSU. Entschieden wird Anfang Februar: Welche Lösung ist die beste? Moderatorin Ursula Heller diskutiert mit folgenden Gästen:
- Erwin Huber, ehem. bayer. Wirtschaftsminister, CSU
- Sonja Sibbor-Heißmann, stv. Dekanin im Kirchenkreis Regensburg
- Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender
- Erwin Huber, ehem. bayer. Wirtschaftsminister, CSU
Plädiert für einen Ausbau der Donau mit Staustufe und Seitenkanal: "Diese Variante ist ein Kompromiss, der viel Rücksicht auf die Ökologie nimmt." Und: "Weitere Zugeständnisse an die Ausbaugegner sind nicht sinnvoll." (SZ, 12.10.12) Außerdem: "Beim Donauausbau wird nicht zwischen Gut und Böse entschieden, wo auf der einen Seite die Heiligen und auf der anderen Seite die Sünder stehen". Auch die Befürworter eines Ausbaus urteilten "in Verantwortung vor der Schöpfung und es darf ihnen weder Ethik noch Moral abgesprochen werden" (SZ, 14.01.13).
- Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender
Ist strikt gegen einen Ausbau mit Staustufe und Seitenkanal: "Der Stau eines Flusses heißt Tod des Flusses". Er warnt: "Die freifließende Donau zwischen Straubing und Vilshofen ist eine Arche Noah, weil wir hier Tier- und Pflanzenarten finden, welche in diesem Flussabschnitt und in der Au ihren letzten Überlebensraum in ganz Bayern haben." Außerdem: "Auch bei extremem Niedrigwasser gibt es immer noch genügend Wasser im Fluss, dass die Schiffe allerdings nur noch teilbeladen fahren können. Insofern ist all das, was jetzt gemacht werden soll, auch zu hinterfragen: Gibt es dafür wirtschaftlich überhaupt einen Sinn?" (YouTube-Kanal des Bund Naturschutz Bayern, 20.11.12)
- Sonja Sibbor-Heißmann, stv. Dekanin im Kirchenkreis Regensburg
Sie favorisiert den sanften Ausbau, "wobei ich von der Kanzel herab keine bestimmte Variante predige". Aber: "Es geht auch darum, ein Sprachrohr zu sein für diejenigen, die weniger gehört werden und in eine ideologische Ecke gedrängt werden." Denn: "Bei den direkten Anwohnern gibt es ganz existentielle Sorgen, weil der Hochwasserschutz an diese Frage gekoppelt ist. Aber es geht auch darum, wie wir mit der Natur umgehen, wie wir mit unserer Umwelt leben wollen". (Interview mit Münchner Runde, 15.01.13)