Themen:
- Fünf Jahre Schengengrenze
- Die Faszination des Westens
- Porträt Igor Rudnikow
- Deutsch-russische Spurensuche
Moderation: Daniel Finger und Ola Rosiak
- Fünf Jahre Schengengrenze
Die Grenzöffnung nach Polen wurde für Gartz zu einer Erfolgsgeschichte: Jeder 12. Bewohner der Kleinstadt in Nordbrandenburg kommt inzwischen aus dem Nachbarland. Junge Familien aus dem nahen Stettin kaufen hier Häuser, gründen Betriebe und bringen so wieder Leben in einen Landstrich, dem viele junge Deutsche den Rücken gekehrt haben.
- Die Faszination des Westens
Seit die Grenze zwischen der russischen Enklave Kaliningrad und Polen wieder durchlässiger geworden ist, haben tausende Russen den westlichen Nachbarn Polen besucht. Umgekehrt zeigen viele Polen wenig Interesse an ihrem östlichen Nachbarn. Das muss sich ändern, meint Tomasz Omanski, und hat ein polnisches Kulturzentrum in Kaliningrad eröffnet.
Sie haben ihn krankenhausreif geprügelt, verhaftet, er war der Zellennachbar von Michail Chodorkowski. Aber er lässt sich nicht beirren: "Nowyje Koljossa", "neue Räder" heißt die regierungskritische Kaliningrader Wochenzeitung, die Igor Rudnikow herausgibt. Darin schreibt er über Korruption der russischen Behörden und ruft seine Leser auf, für ihre Bürgerrechte einzutreten.
- Deutsch-russische Spurensuche
Sie engagieren sich dafür, dass deutsche Pflasterstraßen erhalten bleiben, dass das Luisendenkmal im Stadtpark wieder aufgebaut wird: junge Kaliningrader auf der Suche nach ihrer eigenen - nach der Kaliningrader Stadtgeschichte. Für sie ist die deutsche Geschichte der Stadt kein Tabu mehr, sondern Teil der eigenen und moskaukritischen Identität.