24.07.2014

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Hitlers Rennschlachten

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75. Todestag Bernd Rosemeyer

Sonntag, 27.01.2013 ǀ 21:02 - 21:45 Uhr (43 Min.)

Die Autoindustrie in der Krise
Anfang der 30er Jahre geht es der deutschen Autoindustrie schlecht. Die Produktionsmethoden sind veraltet, die Autos viel zu teuer, die Weltwirtschaftskrise hat den Absatz einbrechen lassen. Die Daimler-Benz AG hat aus Kostengründen ihre Rennsportaktivitäten einstellen müssen. Erst als 1932 Manfred von Brauchitsch auf einem privaten Mercedes-Benz SSK das AVUS-Rennen gewinnt, will Direktor Wilhelm Kissel diesen Sieg für die Daimler-Benz AG nutzen. Er schlägt dem Reichsverkehrsministerium vor, einen "Nationalrennwagen" zu bauen - mit staatlichen Subventionen! Doch die Weimarer Politiker haben andere Sorgen.
Der "Nationalrennwagen"
Wenig später, am 11. Februar 1933, verkündet der neue Reichskanzler Adolf Hitler sein Programm der "nationalen Motorisierung". Er will die KfZ-Steuer streichen, Straßen bauen und den Rennsport fördern. Die Daimler-Benz AG und der neu formierte Auto Union-Konzern wetteifern nun um die in Aussicht gestellten Subventionen für den Bau eines "Nationalrennwagens". Beide Unternehmen nutzen ihre bereits vor der "NS-Machtergreifung" vorhandenen Kontakte zu Hitler und NSDAP-Parteigrößen, um sich im Kampf um finanzielle Beihilfen gegen die unliebsame Konkurrenz durchzusetzen.
Siege der "Silberpfeile"
Der technologische Wettlauf zwischen den beiden Firmen Daimler-Benz und Auto Union um die Vorherrschaft im Grand Prix-Sport und die Gunst des NS-Regimes sorgt für atemberaubende Rennwagenkonstruktionen. Die ausländische Konkurrenz gerät gegen die deutschen "Silberpfeile" endgültig ins Hintertreffen. Für die beiden deutschen Konzerne sind die Erfolge im Grand Prix-Sport ein Geschäft auf Gegenseitigkeit: Die Autofirmen verschaffen mit ihren Siegen dem NS-Staat sportlichen Glanz, liefern die Kraftwagen für Hitlers Programm der "nationalen Motorisierung" und stellen den NS-Organisationen Fahrzeuge für ihre Veranstaltungen zur Verfügung. Die Machthaber revanchieren sich mit Dienstwagenbestellungen und Rüstungsaufträgen.
"Helden der Rennschlacht"
Die Fahrer der "Silberpfeile" werden zu "Helden der Rennschlacht". Kaum ein kleiner Junge, der ihre Namen nicht kennt: Hans Stuck, Manfred von Brauchitsch, Rudolf Caracciola und vor allem Bernd Rosemeyer. Viele lassen sich vom NS-Regime vereinnahmen. Bernd Rosemeyer, groß, blond, kämpferisch, SS-Mitglied schon lange vor seinen Erfolgen im Auto Union-Rennwagen, verkörpert wie kein anderer die von Staats wegen propagierten "deutschen Tugenden". Doch ausgerechnet das größte Sportidol der Nation wird 1938 einem Rekordversuch zum Opfer fallen.
Der Rennzirkus zur Bespaßung des Regimes geht bis 1939 weiter. Erst der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges setzt dem Spektakel ein Ende: Am 3. September 1939, drei Tage nach dem deutschen Überfall auf Polen, rollen die "Silberpfeile" von Auto Union und Mercedes-Benz beim "Großen Preis von Belgrad" zum letzten Mal an den Start. Danach stellen die Automobilfirmen ihre Produktion auf Rüstungsgüter um.
Alptraum Wohnungseinbruch

Alptraum Wohnungseinbruch

Die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche in Deutschland hat den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht: 2013 eine Zunahme um 3,7 Prozent auf 149.500 Fälle. In Deutschland wird damit alle dreieinhalb Minuten ein Wohnungseinbruch begangen.

26.07.14 | ab 20:15 Uhr

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