28.07.2014

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Fakt ist ...!

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Geplanter Verschleiß: Die Verschwörung der Hersteller - Moderation: Ines Krüger

Samstag, 19.01.2013 ǀ 03:07 - 04:00 Uhr (53 Min.)

Die meisten kennen das Problem. Man kauft sich ein neues Gerät und gerade wenn die Garantiezeit abgelaufen ist, geht es kaputt. So erging es auch Peter Bärthel. Vor etwas mehr als zwei Jahren hat er sich einen DVD-Recorder gekauft, für knapp 180 Euro. Nun ist der Recorder defekt, kurz nach dem Ende der Garantiezeit. In der Service-Werkstatt dann der nächste Ärger: Eine Reparatur wäre möglich, ist aber annähernd so teuer wie ein Neugerät. Der DVD-Recorder landet auf dem Müll. Ist das nur Zufall oder planen die Hersteller den Verschleiß? Werden Elektrogeräte ausreichend auf Schwachstellen überprüft oder werden extra welche eingebaut?
Mitarbeiter des Testinstituts für elektronische Bauteile in Bernsheim haben herausgefunden, dass verschiedene Bauteile so konstruiert sind, dass sie zwangsläufig kaputt gehen müssen. Solche geplanten Sollbruchstellen sind der Grund für die Kurzlebigkeit der Gebrauchsgeräte. Verschiedene Experten glauben, dass die Lebensdauer technischer Geräte künstlich verkürzt wird. Technisch wäre es nämlich oft ohne weiteres möglich, langlebige Geräte zu entwickeln. In der DDR zum Beispiel wurde das praktiziert. Auf Langlebigkeit von Küchen- und Elektrogeräten wurde damals besonderer Wert gelegt. Die Zuverlässigkeit der Geräte war sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Wird heute statt Langlebigkeit der Geräte deren Verschleiß geplant? Experten nennen dieses Phänomen "geplante Obsoleszenz". Übersetzt bedeutet es geplante Veralterung, quasi "Defekt nach Plan". Kaufen - wegschmeißen - kaufen, so funktioniert die Wegwerfgesellschaft. Dabei würde eine Investition von wenigen Euros oftmals ausreichen, um die Lebenszeit der Geräte deutlich zu verlängern. Wären Ersatzteile nicht oft hoffnungslos überteuert, würde sich eine Reparatur viel öfter lohnen. Warum funktionieren die Elektrogeräte aus DDR-Zeiten noch heute, während neue schon kurz nach Ablauf der Gewährleistung hin sind?
Darüber diskutiert Moderatorin Ines Krüger in der Sendung "Fakt ist ...!" aus Magdeburg mit ihren Gästen:
  • Prof. Michael Braungart, Uni Lüneburg
  • Stefan Schridde, Internetportal "Murks? Nein danke!"
  • Dr. Michael Angrick, Umweltbundesamt, Leiter Fachbereich "Nachhaltige Produktion und Produkte, Kreislaufwirtschaft"
  • Dr. Reinhard Hoehn, Vorsitzender des BITKOM-Lenkungsausschusses "Umwelt und Nachhaltigkeit"
Natürlich sind auch die Meinungen der Zuschauer gefragt unter der E-Mail-Adresse faktist@mdr.de. Bürgerreporterin Ines Klein gibt die Fragen und Meinungen an die Gesprächsrunde weiter.

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