Die deutsche Kriegsmarine
Die Deutsche Kriegsmarine hat bei vielen bis heute einen guten Ruf. Sie gilt als Retterin von zwei Millionen Flüchtlingen aus dem Osten bei Kriegsende, als ritterliche Teilstreitkraft der Wehrmacht, die einen "sauberen Krieg" geführt hat und dem Nationalsozialismus weniger nahe stand als andere Truppenteile. Ein Mythos! Sie war, so wie die anderen Teilstreitkräfte Bestandteil nationalsozialistischer Expansionspolitik.
Von einer "sauberen" Kriegsführung kann keine Rede sein: Unmittelbar nach Kriegsbeginn torpedierte ein deutsches U-Boot das britische Passagierschiff "Athenia" ohne erkennbaren Grund. 112 Zivilisten kamen dabei ums Leben, die Tat wurde sorgsam vertuscht. Deutsche U-Boote versenkten im Nordatlantik zahllose Handelsschiffe ohne Warnung, also ohne Möglichkeit für Besatzung und Passagiere, die Schiffe zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen - entgegen einem internationalen Abkommen, dem Deutschland noch 1936 beigetreten war. "Die deutsche Kriegsmarine" - das Thema am Samstag, den 26.01.2013, ab 20:15 Uhr.


